Die Fußball Vorbereitung im Damenbereich wird in vielen Amateurvereinen noch immer unsauber geplant. Häufig orientieren sich Trainer entweder am Herrenfußball oder setzen auf unstrukturierte Einheiten ohne klaren Belastungsaufbau. Das Ergebnis: fehlende Progression, große Leistungsunterschiede im Team und unnötige Verletzungsrisiken.
Dabei braucht gerade der Frauenfußball eine durchdachte und zielgerichtete Vorbereitung, die sowohl die spezifischen Anforderungen als auch die Realität im Amateurbereich berücksichtigt. Entscheidend ist nicht mehr Training – sondern das richtige Training zur richtigen Zeit.
In diesem Guide zeige ich dir, wie du deine Damenmannschaft strukturiert auf die Saison vorbereitest – mit klaren Prinzipien, sinnvollen Trainingsschwerpunkten und einem konkreten Plan. Wenn du dir zuerst einen allgemeinen Überblick verschaffen willst, findest du hier die [komplette Fußball-Vorbereitung für Trainer].
Was ist in der Fußball Vorbereitung für Damen anders?
Viele Trainer stellen sich genau diese Frage – und die Antwort ist entscheidend für eine erfolgreiche Saisonvorbereitung. Denn der größte Fehler ist, die Vorbereitung im Damenfußball einfach 1:1 aus dem Herrenbereich zu übernehmen.
Aus sportwissenschaftlicher Sicht gibt es klare Unterschiede, die direkten Einfluss auf deine Trainingsplanung haben. Diese betreffen nicht nur die Physis, sondern auch Trainingsvoraussetzungen und Spielanforderungen.
Unterschiede zwischen Damen- und Herrenfußball
Physiologische Unterschiede
Frauen weisen im Durchschnitt andere anatomische Voraussetzungen auf als Männer, die im Fußballtraining eine wichtige Rolle spielen. Besonders relevant ist dabei das erhöhte Risiko für Knieverletzungen – insbesondere Kreuzbandrisse.
Ursachen dafür sind u. a.:
- ein größerer Q-Winkel (Beinachse)
- geringere muskuläre Stabilisierung im Kniebereich
- unterschiedliche Bewegungsmuster bei Sprung- und Landebewegungen
Diese Faktoren sind in der Sportwissenschaft gut dokumentiert, z. B. durch das American College of Sports Medicine sowie die Forschung von Hewett et al. (2006), die zeigen, dass neuromuskuläres Training gezielt zur Verletzungsprävention eingesetzt werden sollte.
👉 Für dich als Trainer bedeutet das:
Verletzungsprophylaxe ist kein Zusatz, sondern Pflichtbestandteil der Vorbereitung.
Biochemische und hormonelle Unterschiede
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die unterschiedliche hormonelle Ausgangslage. Frauen haben im Schnitt deutlich niedrigere Testosteronwerte als Männer, was sich direkt auf den Muskelaufbau und die Maximalkraftentwicklung auswirkt.
Gleichzeitig zeigen Studien (u. a. Kraemer & Ratamess, 2005), dass Frauen:
- sehr gut auf Krafttraining reagieren
- jedoch stärker von strukturiertem und regelmäßigem Training profitieren
👉 Wichtig:
Der Unterschied liegt nicht in der Fähigkeit, Kraft aufzubauen – sondern in der Trainingssteuerung und Kontinuität.
Trainingshistorie
Im Amateur-Damenfußball ist die Trainingsbiografie oft deutlich heterogener als im Herrenbereich:
- spätere Einstiegspunkte in den Leistungssport
- weniger kontinuierliches Athletiktraining
- größere Leistungsunterschiede innerhalb des Teams
👉 Konsequenz:
Du trainierst selten eine „homogene Mannschaft“, sondern ein Team mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.
Spieltempo
Das Spieltempo im Damenfußball ist im Durchschnitt etwas geringer als im Herrenbereich – gleichzeitig ist die Belastung aber nicht automatisch niedriger.
Warum?
- mehr Aktionen unter submaximaler Intensität
- weniger „reine Sprintdominanz“, dafür mehr kontinuierliche Bewegung
- technische Fehler unter Ermüdung spielen eine größere Rolle
👉 Für dein Training heißt das:
Du brauchst eine gute Mischung aus fußballspezifische Ausdauer, Spielformen und Wiederholungsbelastungen.
Was bedeutet das konkret für dein Training?
Mehr Struktur nötig
Gerade im Damenbereich ist eine klare Trainingsstruktur entscheidend:
- definierter Belastungsaufbau
- klare Wochenziele
- wiederkehrende Trainingsprinzipien
„Einfach trainieren“ reicht nicht – du brauchst einen Plan.
Belastung bewusst steuern
Durch die unterschiedlichen Voraussetzungen im Team ist Belastungssteuerung ein zentraler Erfolgsfaktor.
Das bedeutet konkret:
- Intensität bewusst variieren
- Überlastung vermeiden
- Regeneration aktiv einplanen
👉 Genau darauf gehe ich im Detail in der Belastungssteuerung in der Fußball-Vorbereitung ein.
Technik und Athletik kombinieren
Im Damenfußball solltest du Athletiktraining nicht isoliert betrachten. Erfolgreiche Vorbereitung bedeutet:
- Technik unter Belastung trainieren
- Spielformen mit konditionellen Reizen kombinieren
- Krafttraining funktionell integrieren
👉 Die besten Effekte erzielst du, wenn du Spielnähe und Athletik verbindest – nicht trennst.
Kurz gesagt:
Die Unterschiede im Damenfußball sind keine Einschränkung – sie sind eine klare Trainingsleitlinie.
Wenn du sie verstehst und gezielt nutzt, verschaffst du deinem Team einen echten Vorteil in der Saisonvorbereitung.
Trainingsprinzipien in der Damen-Vorbereitung
Wenn du die Unterschiede im Damenfußball verstanden hast, geht es im nächsten Schritt darum, deine Vorbereitung sauber zu strukturieren. Genau hier trennt sich in der Praxis oft gutes von durchschnittlichem Training.
Die folgenden Prinzipien helfen dir, deine Einheiten zielgerichtet, effizient und belastungsverträglich zu planen.
Belastungssteuerung richtig umsetzen
Eine der wichtigsten Stellschrauben in der Saisonvorbereitung ist die richtige Belastungssteuerung. Gerade im Damenfußball – mit oft unterschiedlichen Fitnesslevels im Team – ist sie entscheidend für Fortschritt und Verletzungsprophylaxe.
Konkret bedeutet das für dich:
- Belastung bewusst planen statt „nach Gefühl“ trainieren
- Wechsel zwischen intensiven und extensiven Einheiten
- Regeneration aktiv einbauen (nicht nur „Pause“, sondern gezielt steuern)
Typischer Fehler:
👉 Jede Einheit ist „mittelhart“ → kein klarer Trainingsreiz, kein Fortschritt
Besser:
- klare Belastungstage (hoch)
- gezielte Entlastungstage (niedrig)
Wenn du das Thema vertiefen willst, findest du hier alle Grundlagen zur Belastungssteuerung in der Fußball-Vorbereitung.
Progressiver Belastungsaufbau (der Schlüssel zum Erfolg)
Eine gute Vorbereitung folgt immer einer klaren Logik: vom Umfang zur Intensität.
Für den Amateur-Damenfußball hat sich eine 4-Wochen-Struktur bewährt:
Woche 1: Hoher Umfang, niedrige Intensität
- Fokus: Grundlagenausdauer, viele Ballaktionen
- längere Einheiten, geringe Spitzenbelastung
- Ziel: Basis schaffen
Woche 2–3: Umfang reduzieren, Intensität steigern
- mehr Spielformen mit Tempo
- erste intensive Intervalle
- höhere Wettkampfnähe
👉 Wichtig:
Hier passiert der größte Leistungszuwachs – aber auch das höchste Risiko für Überlastung.
Woche 4: Taperphase (Wettkampfvorbereitung)
- geringeres Trainingsvolumen
- hohe Intensität, kurze Belastungen
- Fokus auf Frische & Spieltempo
👉 Ziel:
Spielerinnen sollen fit, nicht müde in die Saison starten.
Individualisierung im Amateurbereich
Ein zentraler Punkt im Damenfußball:
Du trainierst kein homogenes Team.
Typische Realität:
- große Fitnessunterschiede
- unterschiedliche Trainingshistorie
- verschiedene körperliche Voraussetzungen
Und genau hier machen viele Trainer den Fehler, alle gleich zu belasten.
Praktische Lösungen für den Trainingsalltag
Du brauchst keine High-Tech-Tools – sondern einfache Anpassungen:
1. Differenzierte Intensität
- gleiche Übung, unterschiedliche Laufwege / Wiederholungen
- z. B. kleinere vs. größere Felder
2. Gruppenbildung im Training
- stärkere vs. schwächere Gruppe bei Intervallen
- individuelle Zielvorgaben
3. Steuerung über Belastungsdauer
- gleiche Übung, aber unterschiedliche Einsatzzeiten
- z. B. 4 vs. 6 Wiederholungen
4. Kommunikation mit den Spielerinnen
- subjektives Belastungsempfinden abfragen
- einfache Skala (1–10)
Wichtig für dich als Trainer:
Im Damenfußball gewinnst du nicht durch „härteres Training“, sondern durch clever gesteuertes Training.
Wenn du Belastung, Progression und Individualisierung sauber kombinierst, legst du die Grundlage für eine erfolgreiche Saison – unabhängig von der Spielklasse.
Die wichtigsten Trainingsschwerpunkte im Damenfußball
Wenn du deine Vorbereitung wirklich effektiv gestalten willst, musst du die richtigen Schwerpunkte setzen. Im Damenfußball sind es vor allem drei Bereiche, die über Leistungsentwicklung und Verletzungsfreiheit entscheiden: Ausdauer, Kraft und Prävention.
Viele Trainer setzen hier falsche Prioritäten – entweder wird zu einseitig trainiert oder wichtige Inhalte komplett vernachlässigt.
Ausdauertraining gezielt einsetzen
Eine gute Ausdauer ist die Grundlage für jede erfolgreiche Saison. Gerade im Damenfußball entscheidet sie oft darüber, wie stabil dein Team über 90 Minuten spielt.
Wichtig ist dabei:
- Spielformen statt stumpfes Laufen
- Kombination aus Grundlagenausdauer und intensiven Intervallen
- Belastungen immer fußballspezifisch gestalten
Typischer Fehler:
❌ 20–30 Minuten Dauerlauf ohne Ball
Besser:
✅ Kleine Spielformen mit hoher Wiederholungszahl
✅ Intervallbasierte Übungen mit Ball
✅ Wettkampfnahes Training
👉 Wenn du konkrete Methoden und Übungen suchst, findest du sie im Artikel zum Ausdauertraining im Fußball.
Krafttraining im Damenfußball (Gamechanger!)
Krafttraining ist im Damenfußball einer der größten ungenutzten Hebel. Viele Teams lassen hier enormes Potenzial liegen – dabei wirkt sich gezieltes Krafttraining direkt auf mehrere Leistungsbereiche aus:
- bessere Zweikampfstärke
- höhere Sprintleistung
- stabilere Bewegungsabläufe
- geringeres Verletzungsrisiko
Wichtig:
Krafttraining muss einfach und umsetzbar sein – gerade im Amateurbereich.
Das bedeutet:
- Körpergewichtsübungen statt komplizierter Gym-Pläne
- Fokus auf Rumpf, Beine und Stabilität
- Integration ins Mannschaftstraining
👉 Wie du das konkret umsetzt, zeige ich dir im Guide zum Krafttraining im Fußball.
Verletzungsprophylaxe integrieren
Verletzungsprävention ist im Damenfußball kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Bestandteil deiner Vorbereitung.
Gerade das erhöhte Risiko für Knieverletzungen macht es notwendig, präventive Inhalte fest einzuplanen.
Das bedeutet konkret:
- regelmäßiges Stabilisationstraining
- saubere Bewegungsabläufe (z. B. bei Landungen)
- gezielte Aktivierung vor intensiven Einheiten
Typischer Fehler:
❌ Prävention nur im Aufwärmen „nebenbei“
Besser:
✅ Fester Bestandteil jeder Trainingswoche
✅ Klare Übungen mit Progression
👉 Konkrete Inhalte und Übungen findest du im Bereich Regeneration und Verletzungsprophylaxe im Fußball.
Merke dir:
Die größten Fortschritte im Damenfußball entstehen nicht durch „mehr Training“, sondern durch die richtige Gewichtung der Inhalte.
Wenn du:
- Ausdauer spielnah trainierst
- Kraft gezielt aufbaust
- und Verletzungen aktiv vorbeugst
→ legst du die Basis für eine stabile und leistungsfähige Mannschaft über die gesamte Saison hinweg.
Beispiel: 4-Wochen-Trainingsplan für die Damen-Vorbereitung
Damit du die Prinzipien aus den vorherigen Abschnitten direkt in die Praxis umsetzen kannst, findest du hier einen konkreten 4-Wochen-Plan für Amateur-Damenmannschaften.
Wichtig:
Dieser Plan ist bewusst realistisch für den Amateurbereich aufgebaut (2–3 Einheiten pro Woche + optionales Spiel am Wochenende).
Wenn du die komplette Struktur einer Saisonvorbereitung im Detail verstehen willst, schau dir auch den → [strukturierter Vorbereitungsplan im Fußball] an.
Woche 1 – Grundlagen & Einstieg
Ziel: Basis aufbauen, Belastung gewöhnen
Schwerpunkte:
- Fußballspezifische Ausdauer
- viele Ballkontakte
- Technik unter geringer Intensität
Beispiel-Inhalte:
- Große Spielformen (z. B. 7 vs. 7)
- lockere Intervallformen mit Ball
- Technik-Parcours
Belastung:
- hoch im Umfang
- niedrig in der Intensität
👉 Wichtig: Spielerinnen sollen sich an die Belastung gewöhnen – nicht ausbelasten
Woche 2 – Belastung steigern
Ziel: Erste Intensitätsreize setzen
Schwerpunkte:
- intensivere Spielformen
- erste Sprint- und Intervallbelastungen
- Beginn Krafttraining
Beispiel-Inhalte:
- Kleine Spielformen (4 vs. 4 / 5 vs. 5)
- Intervallspiele mit klaren Belastungszeiten
- einfache Kraftübungen (Core & Beine)
Belastung:
- leicht reduzierter Umfang
- steigende Intensität
👉 Wichtig: Qualität vor Quantität
Woche 3 – Intensität erhöhen
Ziel: Wettkampfnähe herstellen
Schwerpunkte:
- hohe Intensität
- spielnahe Belastung
- Entscheidungsverhalten unter Druck
Beispiel-Inhalte:
- Spielformen mit Zeit- und Gegnerdruck
- wiederholte Sprintbelastungen
- komplexe Spielsituationen
Belastung:
- mittlerer Umfang
- hohe Intensität
👉 Wichtig: Hier entsteht der größte Leistungszuwachs – aber auch das höchste Risiko für Überlastung
Woche 4 – Wettkampfnähe herstellen (Taperphase)
Ziel: Frische + maximale Leistungsfähigkeit
Schwerpunkte:
- Spieltempo
- taktische Abläufe
- Aktivierung statt Ermüdung
Beispiel-Inhalte:
- kurze, intensive Spielformen
- Standardsituationen
- Abschlussspiele mit Wettkampfcharakter
Belastung:
- geringer Umfang
- hohe Intensität
👉 Wichtig:
Die Spielerinnen sollen frisch und leistungsbereit in die Saison starten – nicht müde trainiert.
Praxistipp für dich als Trainer
Plane jede Woche mit einem klaren Fokus und vermeide „Mischtraining ohne Ziel“.
Wenn jede Einheit einen Zweck erfüllt, entwickelst du dein Team deutlich schneller – bei gleichzeitig geringerem Verletzungsrisiko.
Typische Fehler in der Damen-Vorbereitung
Viele Probleme in der Saison entstehen nicht erst im Spielbetrieb – sondern bereits in der Vorbereitung. Gerade im Amateur-Damenfußball wiederholen sich bestimmte Fehler immer wieder.
Wenn du diese vermeidest, hast du bereits einen klaren Vorteil gegenüber vielen anderen Teams.
Zu wenig Intensität im Training
Ein häufiger Fehler ist, dass Trainingsinhalte zwar „gut gemeint“, aber nicht intensiv genug sind.
Typische Beispiele:
- zu große Felder → wenig Druck
- zu lange Pausen → geringe Belastung
- Spielformen ohne klare Zielvorgaben
Das Ergebnis:
👉 Spielerinnen verbessern sich kaum im Spieltempo
👉 Probleme in Zweikämpfen und Umschaltmomenten
Besser:
- kleinere Spielfelder für mehr Aktionen
- klare Belastungszeiten (z. B. 4×4 Minuten)
- gezielte Coachingpunkte für Intensität
Fehlende Struktur im Trainingsplan
Viele Trainer planen von Einheit zu Einheit – ohne klaren roten Faden. Dadurch fehlt die Progression über mehrere Wochen.
Typische Folgen:
- keine systematische Leistungssteigerung
- Überforderung oder Unterforderung
- inkonstante Leistungen im Spiel
Besser:
- klare Wochenziele definieren
- Trainingsschwerpunkte festlegen
- Belastung bewusst aufbauen
👉 Orientierung bietet dir ein strukturierter Vorbereitungsplan im Fußball, an dem du dich entlanghangeln kannst.
Krafttraining wird vernachlässigt
Im Damenfußball wird Krafttraining oft unterschätzt oder komplett ausgelassen. Dabei ist es einer der wichtigsten Faktoren für Leistung und Verletzungsprävention.
Typische Denkfehler:
- „Wir trainieren ja mit Ball, das reicht“
- „Krafttraining ist zu kompliziert“
Das Problem:
👉 fehlende Stabilität
👉 geringere Durchsetzungsfähigkeit
👉 höheres Verletzungsrisiko
Besser:
- einfache Kraftübungen integrieren (z. B. Rumpf & Beine)
- regelmäßig (2–3x pro Woche in kleinen Anteilen)
- direkt ins Mannschaftstraining einbauen
Keine klare Belastungssteuerung
Ein weiterer zentraler Fehler ist fehlende oder falsche Belastungssteuerung.
Typisch:
- jede Einheit gleich intensiv
- keine geplanten Erholungsphasen
- kein Überblick über Gesamtbelastung
Das führt oft zu:
- stagnierender Leistung
- erhöhter Verletzungsanfälligkeit
- müden Spielerinnen zum Saisonstart
Besser:
- bewusster Wechsel zwischen intensiven und lockeren Tagen
- klare Trainingsziele pro Einheit
- Belastung im Wochenverlauf steuern
👉 Wenn du das Thema vertiefen willst, schau dir unbedingt die Grundlagen der Belastungssteuerung in der Fußball-Vorbereitung an.
Fazit für diesen Abschnitt
Die meisten Fehler in der Damen-Vorbereitung sind keine Wissensprobleme – sondern Umsetzungsprobleme.
Wenn du:
- Intensität bewusst steuerst
- strukturiert planst
- Krafttraining integrierst
- und die Belastung kontrollierst
→ hebst du dein Team bereits auf ein deutlich höheres Niveau.
Trainingsgestaltung im Amateur-Damenfußball
Die Realität im Amateur-Damenfußball ist klar:
Du hast weniger Zeit, weniger Einheiten und oft unterschiedliche Voraussetzungen im Team.
Genau deshalb ist die Trainingsgestaltung entscheidend. Es geht nicht darum, mehr zu trainieren – sondern die vorhandene Zeit maximal effektiv zu nutzen.
Wenige Trainingseinheiten effektiv nutzen
In vielen Teams stehen dir nur 2–3 Einheiten pro Woche zur Verfügung. Jede Einheit muss deshalb einen klaren Zweck erfüllen.
Typischer Fehler:
❌ Eine Einheit enthält „alles ein bisschen“ (Technik, Taktik, Kondition) → kein klarer Trainingsreiz
Besser:
- Jede Einheit hat einen klaren Schwerpunkt
- Inhalte werden bewusst kombiniert (z. B. Spielform + Ausdauerreiz)
- Übungen sind spielnah und intensiv
Praxis-Tipp:
Plane deine Woche z. B. so:
- Einheit 1: Ausdauer + Spielformen
- Einheit 2: Intensität + kleine Spielformen
- Einheit 3 (optional): Taktik + Aktivierung
👉 Qualität schlägt Quantität – besonders im Amateurbereich
Motivation und Teamdynamik berücksichtigen
Ein oft unterschätzter Faktor im Damenfußball ist die Motivation innerhalb des Teams.
Warum?
- unterschiedliche persönliche Ziele
- verschiedene sportliche Hintergründe
- teilweise schwankende Trainingsbeteiligung
Das bedeutet für dich:
👉 Training muss nicht nur effektiv, sondern auch motivierend sein
Was funktioniert gut:
- wettkampforientierte Spielformen
- klare Ziele und kleine Challenges
- sichtbarer Fortschritt für die Spielerinnen
Wichtig:
Eine gute Teamdynamik steigert automatisch:
- Trainingsintensität
- Einsatzbereitschaft
- Lerngeschwindigkeit
Technik und Taktik sinnvoll integrieren
Im Amateur-Damenfußball solltest du Technik, Taktik und Athletik nicht isoliert trainieren, sondern miteinander verbinden.
Typischer Fehler:
❌ Techniktraining ohne Gegnerdruck
❌ Taktik ohne Intensität
Besser:
- Technik unter Belastung trainieren
- Taktische Inhalte in Spielformen einbauen
- Entscheidungen unter Zeitdruck fördern
Beispiele:
- Passübungen mit anschließendem Spiel
- Spielformen mit klaren taktischen Vorgaben
- Umschaltspiele mit konditionellem Fokus
👉 Ziel ist immer:
Spielnähe + Intensität + Wiederholung
Wichtig für dich als Trainer
Im Amateur-Damenfußball gewinnst du keine Spiele durch perfekte Theorie – sondern durch klug gestaltete Trainingspraxis.
Wenn du:
- jede Einheit klar strukturierst
- Motivation aktiv steuerst
- und Inhalte intelligent kombinierst
→ holst du aus begrenzter Trainingszeit das Maximum heraus.
Unterschiede zwischen Sommer- und Winter-Vorbereitung
Die Saisonvorbereitung im Damenfußball unterscheidet sich nicht nur durch die Mannschaft selbst, sondern auch durch den Zeitpunkt im Jahr. Sommer- und Wintervorbereitung stellen unterschiedliche Anforderungen an Planung, Belastung und Inhalte.
Als Trainer solltest du diese Unterschiede gezielt nutzen – statt einfach denselben Plan zweimal im Jahr zu wiederholen.
Sommer-Vorbereitung im Damenfußball
Die Sommervorbereitung ist eine wichtige Phase der gesamten Saisonplanung. Hier legst du die körperlichen und spielerischen Grundlagen für die neue Saison.
Typische Rahmenbedingungen:
- kürzere Vorbereitungszeit
- bessere Platzverhältnisse
- höhere Trainingsbeteiligung
Schwerpunkte:
- Fußballspezifische Ausdauer
- systematischer Kraftaufbau
- Entwicklung von Spielprinzipien
- Integration neuer Spielerinnen
👉 Wichtig:
Hier hast du die Möglichkeit, strukturiert und langfristig aufzubauen. Fehler in dieser Phase wirken sich oft über die gesamte Saison aus.
👉 Detaillierte Inhalte und konkrete Trainingsansätze findest du in der Sommer-Vorbereitung im Fußball.
Winter-Vorbereitung im Damenfußball
Die Wintervorbereitung ist deutlich länger und stellt andere Anforderungen an dich als Trainer.
Typische Rahmenbedingungen:
- längere Vorbereitungszeit
- eingeschränkte Platzverhältnisse (Halle/Kunstrasen)
- oft wenig Kondition der Spielerinnen durch lange Winterpause
Schwerpunkte:
- gezielter (Wieder-)Aufbau der Fitness
- gezielte Intensitätsreize
- progressive Belastungsanpassung
- Einstudieren taktischer Inhalte
- Verletzungsprophylaxe
👉 Wichtig:
Im Winter geht es weniger um Optimierung und Feinschliff, sondern um Wiederaufbau.
Typischer Fehler:
❌ Trainingsplanung wie im Sommer → zu hohe anfängliche Belastung, falsche Schwerpunkte
👉 Wie du die Wintervorbereitung optimal strukturierst, zeige ich dir in der Winter-Vorbereitung im Fußball.
Fazit: So gelingt die optimale Fußball Vorbereitung für Damen
Eine erfolgreiche Vorbereitung im Damenfußball basiert nicht auf einzelnen Übungen oder besonders harten Einheiten – sondern auf einem klaren System.
Drei Faktoren sind dabei entscheidend:
1. Individualisierung
Im Amateur-Damenfußball ist kein Team homogen. Unterschiedliche Fitnesslevels, Trainingshistorien und körperliche Voraussetzungen sind die Regel – nicht die Ausnahme.
👉 Erfolgreiche Trainer passen ihre Inhalte an:
- differenzierte Belastungen
- flexible Übungsformen
- individuelle Steuerung innerhalb des Teams
2. Struktur
Ohne klare Struktur bleibt selbst gutes Training wirkungslos. Entscheidend ist ein durchdachter Aufbau über mehrere Wochen:
- klare Trainingsziele pro Einheit
- progressiver Belastungsaufbau
- gezielte Steuerung von Intensität und Umfang
👉 Struktur sorgt dafür, dass dein Team nicht nur trainiert – sondern sich gezielt verbessert.
3. Die richtigen Schwerpunkte
Die größten Leistungsfortschritte erzielst du, wenn du die entscheidenden Inhalte priorisierst:
- spielnahes Ausdauertraining
- gezielter Kraftaufbau
- konsequente Verletzungsprophylaxe
👉 Weniger „alles ein bisschen“, mehr Fokus auf das, was wirklich zählt.
Die Unterschiede im Damenfußball sind keine Herausforderung – sie sind deine Chance als Trainer, dich mit guter Planung abzuheben.
Wenn du:
- individuell arbeitest
- strukturiert planst
- und die richtigen Schwerpunkte setzt
→ legst du die Basis für eine erfolgreiche Saison.
Wenn du dir die übergeordneten Zusammenhänge noch einmal anschauen willst, findest du hier die [Grundlagen der Fußball-Vorbereitung].
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👉 Perfekt, wenn du:
- wenig Zeit für Trainingsplanung hast
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